Schutzgasschweißgerät Test: Lieber leihen oder günstig kaufen?

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Im Heimwerkerbereich hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Die Menschen gehen immer mehr Aufgaben selber an, vor denen sie vor einigen Jahren vielleicht noch zurück geschreckt hätten. Selbst Schweißarbeiten führt der private Heimwerker aus. Ein Schutzgasschweißgerät ist mit seiner Lichtbogenschweißtechnik gut geeignet, aber wie teuer ist die Anschaffung beziehungsweise die Miete?

Wie funktioniert Schutzgasschweißgerät?

Vom Prinzip her funktioniert ein Schutzgasschweißgerät genauso wie normale Schweißgeräte, es verbindet Metalle. Sie können mit den meisten Geräten im MIG-Verfahren schweißen. Das MAG-Verfahren steht oftmals auch zur Verfügung. Eine andere Bezeichnung für ein Schutzgasschweißgerät ist auch Lichtbogen- schweißgerät, da das Gerät mit Strom läuft. Der Vorteil beim Lichtbogenschweißen ist, dass es auch unter feuchten Wetterbedingungen im Freien funktioniert. Sogar unter Wasser ist das Schweißen möglich.

An das Schutzgasschweißgerät wird noch eine Gasflasche angeschlossen, welche über das Schweißverfahren entscheidet. Enthält die Gasflasche ein Argon- beziehungsweise Argon-Helium-Gemisch, handelt es sich um das MIG(Metall-Inertgas)-Verfahren, bei welchem die Edelgase mit dem eigentlichen Schweißprozess nichts zu tun haben, sondern nur Oxidation verhindern sollen.
Beim MAG(Metall-Aktivgas)-Verfahren werden dem Argon Aktivgase in Form von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid zugeführt, das Edelgas nimmt auch an dem Schweißvorgang teil.

Lohnt es sich, ein Schutzgasschweißgerät fest anzuschaffen?

Bevor Sie sich entscheiden, ob Sie ein Schutzgasschweißgerät kaufen oder mieten möchten, sollten Sie sich erst einmal fragen, wie oft Sie das Gerät einsetzen. Wenn Sie regelmäßig Metall bearbeiten, weil Sie öfters am Auto arbeiten oder sich als Hobby eine kleine Werkstatt eingerichtet haben, empfiehlt sich ein Kauf. Ein Schutzgasschweißgerät gibt es schon online für unter 200 Euro zu kaufen. Schauen Sie genau hin, ob die Geräte sowohl das MIG- als auch das MAG-Verfahren zum Schweißen anbieten. Bei den günstigsten Modellen sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass diese wirklich nur für den Hobbybetrieb geeignet sind. Wer täglich für mehrere Stunden mit dem Schutzgasschweißgerät arbeitet, sollte mindestens das Doppelte investieren, bekommt dann aber auch Geräte, die den Dauerbetrieb problemlos überstehen.

In Baumärkten gibt es im Prospekt gelegentlich Angebote, oft handelt es sich zumeist um Auslaufmodelle oder Ladenhüter, welche günstig unters Volk gebracht werden. Hier lässt sich vielleicht ein Schnäppchen machen. Informieren Sie sich aber vorher im Internet auf Heimwerkerportalen zu dem Gerät. Kundenmeinungen sind zwar subjektiv, aber bei einer großen Anzahl an Beiträgen ist es möglich, einen Überblick über Stärken und Schwächen des Gerätes zu gewinnen. Zudem setzt ein Großteil der Baumärkte (noch) auf geschultes Verkaufspersonal, welches Ihnen Geräte empfehlen kann, je nachdem, wie häufig und lange Sie es benutzen wollen.

Teure Preise bei längerer Leihe

Ein Mieten des Geräts lohnt sich nur bedingt, nämlich wenn Sie maximal zwei Tage Arbeit einplanen. Ein Schutzgasschweißgerät gibt es schon ab 20 Euro am Tag zu mieten, manche Verleihe nehmen aber schon bis zu 75 Euro. Selbst bei günstigen Anbietern sind Wochenmieten von 150 Euro Standard, so dass Sie schon fast die Kosten für ein Einsteigergerät ausgegeben haben. Schauen Sie lieber, ob jemand im Freundeskreis ein entsprechendes Gerät besitzt, wenn Sie zwar nur einmalig, aber länger arbeiten wollen. Für maximal zwei Tage Arbeit ist das Mieten im preislichen Rahmen, darüberhinaus im Verhältnis zum Kauf eines Schutzgasschweißgerätes jedoch kein Schnäppchen.

Bild: © guru_1234 – freeimages.com


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