Akkuschrauber Test: Worauf beim Kauf zu achten ist

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Selbst wenn Sie nur gelegentlich als Heimwerker tätig sind: Schauen Sie bei Elektrowerkzeugen lieber genauer hin. Denn gerade, wenn Sie die Elektrowerkzeuge nur selten benutzen, möchten Sie auch, dass sie direkt einsatzbereit sind. Ein Paradebeispiel sind Akkuschrauber, die es in den verschiedensten Preisklassen gibt. Doch ist ein höherpreisiger Akkuschrauber auch direkt besser als sein günstigeres Pendant?

Wenn Sie nur ab und zu Schrauben in die Wand drehen, lohnt sich ein Akkuschrauber für Sie nicht. Da sind Sie mit dem klassischen Schraubendreher und Muskelkraft besser bedient. Schrauben Sie aber öfter, empfiehlt es sich schon, einen Akkuschrauber zu kaufen. Einen ganzen Tag mit einem normalen Schraubendreher zu hantieren kostet nämlich nicht nur Kraft, sondern auch Zeit.

Was sind die Unterschiede zwischen den Preisklassen?

Auf den ersten Blick scheinen Akkuschrauber nicht sehr teuer zu sein: In den meisten Baumärkten finden Sie schon Geräte ab circa 20 Euro. Jedoch steckt auch hier der Teufel im Detail, genauer gesagt in den Akkus. Die günstigen Akkuschrauber setzen auf eine schon überholte Technologie: Den Nickel-Metallhydrid-Akku. Dies hat mehrere Nachteile. Zum einen bieten diese Akkus nicht die Leistung, zu der ein moderner Lithium-Ionen-Akku fähig ist. Bei gleichem Gewicht und Größe können Sie weniger Energie speichern. Zum anderen verlieren Sie bei jedem Aufladen Teile ihres Energiespeichers. Das bedeutet, dass nach häufigem Aufladen noch weniger Leistung zur Verfügung steht, als beim Kauf – als der Akkuschrauber sowieso schon weniger Leistung bot. Deshalb lohnen sich diese Billigschrauber auch für Gelegenheitsheimwerker nicht, da sie nach wenigen Einsätzen kaum noch Leistung bringen.

Ab ungefähr 100 Euro beginnen die Akkuschrauber mit dem hochwertigeren Lithium-Ionen-Akku. Kaufen Sie kein Gerät ohne einen solchen Akku, da Sie bei vermehrter Leistung – im Vergleich zum Nickel-Metallhydrid-Akku – mehr an Leistung erhalten. Selbst nach längerer Zeit ohne Einsatz werden Ihre Akkus nichts von ihrer Speicherkapazität verloren haben. Und das ist auf Dauer günstiger, als jedes Mal einen neuen billigen Akkuschrauber zu kaufen.

Nicht nur die Akkuleistung zählt

Wichtigstes und schon angesprochenes Kriterium ist der Akku. Doch dies ist nicht die einzige Eigenschaft, die Sie beim Kauf eines Akkuschraubers in Betracht ziehen müssen. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Ergonomie des Gerätes. Da Sie normalerweise nicht nach fünf Minuten mit der Arbeit fertig sind, sollte der Akkuschrauber auch bei längerem Gebrauch keine Schmerzen bei der Handhabung verursachen. Gucken Sie auch, ob Sie mit dem Gewicht des Werkzeugs klar kommen.
Schauen Sie zudem, wie leicht sich die Drehrichtung des Geräts verändern lässt. Müssen Sie erst umständlich hantieren, um eine Schraube wieder herauszudrehen, macht die Arbeit keinen Spaß. Besonders wenn Sie den ganzen Tag mit dem Gerät arbeiten.

Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass die Bits leicht zu wechseln sind. Schließlich möchten Sie mit Ihrem Akkuschrauber arbeiten und nicht mehrere Minuten für den Wechsel von „Schlitz“ zu „Kreuz“ aufwenden.
Wenn Sie auch Schraubbohrarbeiten mit dem Gerät ausführen wollen, sind zwei Gänge Pflicht. Normalerweise bieten dies die Akkuschrauber der gehobenen Preisklasse auch.
Nicht maßgeblich für die Kaufentscheidung – aber erwähnenswert – sind die Aufbewahrungssysteme der Akkuschrauber für die Bits. Viele Geräte bieten Ihnen kleine Fächer beispielsweise am Akkueinschub. Achten Sie hier darauf, dass die Bits nicht nur sicher gelagert sind, sondern auch einfach wieder entnommen werden können.

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